Geschichte des Salzes

Salz aus dem toten Meer ist kostbar und wird in sogenannten Salzgärten oder Salinen gewonnen. Dabei handelt es sich um großflächige, künstlich angelegte, flache Sammelbecken, in denen das Wasser durch eine Reihe von Becken geschleust wird.

Durch die natürliche Verdunstung, die wärmende Sonne und den feuchtigkeitsaufnehmenden warmen Wind, erhöht sich die Konzentration der enthaltenen Salze so lange, bis diese auskristallisieren und sich am Boden der Salinen absetzen und nur noch Salzkristalle übrig bleiben. Diese bilden dann feste Salzschichten und können nun abgebaut werden. Hochwertiges totes Meersalz wird lediglich an der Sonne getrocknet und weder mechanisch noch chemisch nachbehandelt! Das Bedeutet: Es enthält noch natürliche Verunreinigungen wie z. B. Sand.

Wussten sie das aus einem Kubikmeter Meerwasser bis zu 23 Kilogramm Meersalz gewonnen werden können und die Salinität – also die Salzkonzentration – des Toten Meeres bei 28% liegt ? Das bedeutet das 1 Kilogramm Meerwasser 280 Gramm Meersalze enthält.

Zum Vergleich:

  • Mittelmeer 3,8%
  • Ostsee 1,2%
  • Nordsee 3%
Saline
Salzgewinnung
Ägypten Nildelta
Italien Römer

Das weiße Gold der Hochkulturen

Schon für die frühen Hochkulturen wie Ägypter, Sumerer und Babylonier war Salz ein bedeutender Stoff. Sie nutzten es als Gewürz und als Konservierungsmittel für ihre Nahrung. Für die Ägypter war Salz zusätzlich sehr wichtig, weil es zum Mumifizieren der Leichname genutzt wurde.

Bei den Griechen und Römern wurde ausschließlich Meersalz verwendet. Salzherstellung ist mit viel Aufwand verbunden und so war Salz bei den Römern ein hoch geschätztes Gut. Der römische Schriftgelehrte Cassiodorus schrieb vor über 1500 Jahren: „Der Mensch kann ohne Gold, aber nicht ohne Salz leben.“ Um auch das Landesinnere mit dem lebenswichtigen Element zu versorgen, wurde das Salz über die „Via Salia“, die Salzstraße, ins Binnenland transportiert. Der Salzhandel war ein einträgliches Geschäft und viele Städte kamen durch ihn zu Reichtum. Die mächtige Stadt Rom entstand zum Beispiel an der Stelle, wo sich der Salzhandelsweg mit dem Lauf des Tibers kreuzte.
Die Römer speisten gern luxuriös, dabei war neben anderen Gewürzen auch Salz sehr wichtig. Beamte und Soldaten bekamen ihren Lohn teilweise in Form von Salz ausgezahlt. Daher kommt auch der heutige Begriff Sold.
Zur Erhaltung des inneren Friedens wurde Salz zeitweise sogar durch den römischen Staat subventioniert, um es auch für einfache Menschen erschwinglich zu machen.

Die Kelten – Meister der Salzgewinnung

Nicht nur die Römer, sondern auch die Kelten kannten einige Jahrhunderte vor Christus schon ausgefeilte Methoden der Salzgewinnung. In Hallstatt, dem ältesten bekannten Bergwerk der Welt, förderten die Bergleute das Mineral mehrere Jahrhunderte lang zutage. Dabei trieben sie mit einfachster technischer Ausrüstung bis zu 300 Meter tiefe Schächte in die Erde.

Ausgehend von dem kleinen Ort in den österreichischen Alpen wurde das „weiße Gold“ ins heutige Deutschland, nach Italien und auf den Balkan exportiert. Vom Reichtum, den die Stadt durch den Salzhandel anhäufte, zeugen die kunstvoll gearbeiteten Grabbeigaben aus dieser Zeit.

Die glanzvolle Epoche Hallstatts kam im 4. Jahrhundert vor Christus zu einem jähen Ende. Ein katastrophaler Erdrutsch verschüttete große Teile der Bergbauanlagen und brachte die Produktion zum Erliegen. Hallstatt versank für viele Jahrhunderte in der wirtschaftlichen und politischen Bedeutungslosigkeit.

An anderen Orten nutzten die Kelten natürliche Salzwasservorkommen zur Gewinnung von Salz, zum Beispiel in Bad Nauheim oder Schwäbisch Hall. Hier wurde die Sole, das salzhaltige Wasser, in Wannen aufgefangen und in dickwandigen Tonkrügen auf einer groß angelegten Feuerstelle eingedampft. Das Verfahren war sehr aufwändig, denn jeder Krug brachte nur eine Handvoll Salz ein.

Die Kelten, die das Salzwerk in Schwäbisch Hall betrieben, siedeten daher Tag und Nacht. Ihr Salz verkauften sie bis nach Bayern und Böhmen, in die Schweiz und nach Gallien. Damit hatten sie eine herausragende Handelsposition inne.

Tirskele
Totes Meer Salz
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Harzblick 15
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